![]()
Ich finde die Anlage gut und wünsche Erfolg mit dem Bau!
![]()
Für die Bio-Anlage werden sicher Fördermittel eingesetzt. Diese dürfen wir Bürger dann mit erhöhten Energie-Preisen selber zahlen.
![]()
Ich finde die Sache O.K. Bin für die Anlage.
![]()
Biogas = Trugschluss. Beim Erzeugen der Energiepflanzen, z. B. Mais, will man höchste Erträge - aber höchste Erträge können nur konventionell, d. h. mit chem.-synthetischen Düngern erzeugt werden. -> nicht biologisch -> somit ist Biogas ein Trugschluss.
![]()
Bioenergie dient nicht der Offenhaltung der Landschaft, da Grasschnitte nicht so interessant sind für Biogasanlagen und es für den Landwirt undenkbar ist, an Steilhängen Gras zu ernten und für einen Minimalpreis zu liefern.
Biomasseliefergesellschaft: Es wurde nie behauptet, dass die Biogasanlage primär und unmittelbar der Offenhaltung der Landschaft dient. Allerdings gibt es Landwirte die Landschaftspflegeverträge haben, die sie zur ordnungsgemäßen Entsorgung des Schnittguts verpflichten. Hier können sich Synergieeffekte ergeben.
![]()
Wir wollen keine Biogasanlage
![]()
Statement von Michael Biundo vom BUND: BUND findet die Idee gut. Die Bedenken wie Maiswüste und Gentechnik sind ausgeräumt und er hält es für ein flächendeckendes Konzept.
![]()
Mündliches Statement IG Methangas-Anlage, Sprecher: Achim Suhm spricht verschiedene Punkte an, die er in einem Protokoll zusammengefasst hat (Protokoll ist im Bildteil eingescannt, die Fragen wurden numeriert und beantwortet). wie z.B. Investorensicherheit, Auswirkung auf Imker, Fremdenverkehr, Offenhaltung der Täler, Junglandwirte (Pachtflächen), Arbeitsplätze im landwirtschaftlichen Bereich (Protokoll siehe Bildteil, die Fragen wurden numeriert und beantwortet). Er wünscht sich einen Sprecher der Bürger in der Genossenschaft.
Powerfarm: Für eine offene Kommunikation soll ein 'Runder Tisch' eingerichtet werden.
![]()
Mail 2 - Kommentar: Zunächst einmal ist das Engagement der Stadt in Sachen Bioenergie und die Beteiligung der Bürger an der Entscheidung zu begrüssen. Für eine kompetente Entscheidung sind aber auch belastbare Fakten notwendig und an denen scheint es mir derzeit zu mangeln oder sie sind noch nicht öffentlich verfügbar. Ich hätte deshalb noch folgende Fragen und Anmerkungen zu Powerfarm, zur Art und Weise der geplanten Bürgerbeteiligung und zum Betrieb der Anlage. (Fragen sind unter dem entsprechenden Themenbereich beantwortet.)
![]()
Was schaffen die Mitarbeiter der Kläranlage heute, wenn sie noch die Bioenergie mitversorgen sollen?
Stadtwerke: Die Mitarbeiter der Kläranlage sind vom Arbeitsumfang her ausgelastet. Für die Bioenergie Gengenbach werden voraussichtlich 1 - 2 Mitarbeiter eingestellt. Es wird aber weniger Personal benötigt, als wenn beide Anlagen einzeln betrieben würden. Der Vorteil liegt in den Synergieeffekten wie z. B. Bereitschaftsdienst außerhalb der regulären Arbeitszeit, gemeinsame Leit- und Kontrolltechnik, Vertretung etc. Der Personaleinsatz der Stadtwerke für die Bioenergie Gengenbach wird von der Powerfarm vergütet.
![]()
IG Methangas-Anlage: Offenhaltung der Täler: Eine Offenhaltung kann nur mit Tierhaltung einhergehen. Tierhaltung aber auch nur mit Flächen in der Ebene. Daraus folgt ein starker Verdrängungs-Wettbewerb.
Biomasseliefergesellschaft: Es gibt bereits zu wenig tierhaltende Weidebetriebe, um damit eine Offenhaltung der Täler zu gewährleisten. In der Tierhaltung werden große Futtermittelmengen hinzu gekauft. Große Mengen der landwirtschaftlichen Produktion im Vorderen Kinzigtal gehen derzeit nach außerhalb. Die derzeitige Preisentwicklung scheint hier die größere Gefahr darzustellen, denn kein Landwirt verzichtet wegen der Tierhalter auf einen höheren Ertrag. Das bedeutet, dass die Tierhalter sich hier ohnehin dem Wettbewerb stellen müssen. Die Biogasanlage kann derzeit höchstens eine Umschichtung bewirken.
![]()
IG Methangas-Anlage: Pachtpreis-Erhöhung durch Wettbewerbs-Situation: 100 - 300 % Pachtpreis-Steigerung aus verstärktem Wettbewerbsdruck. Referenz-Objekte und Referenz-Regionen belegen das. Daraus kann für den Endverbraucher kein Vorteil entstehen.
![]()
IG Methangas-Anlage: Landwirtschaft: Jung-Landwirten im Vollerwerb wird die Möglichkeit verwehrt, neue Pachtflächen zu erhalten. Somit werden Motivationen und Zukunftschancen genommen.
Biomasseliefergesellschaft: Erfolgreiche Junglandwirte haben ein gesteigertes Interesse einen Teil ihrer Produktion in den Bioenergiemarkt zu liefern, um ein wichtiges und wirklich zukunftsfähiges Standbein zu haben. Dass die Flächen derzeit nicht frei werden, liegt an der Bezuschussung durch die EU, die Nebenerwerbslandwirten ein leicht erreichbares Einkommen aus ihren Flächen sichert, ohne dass sie die Ertragskraft ihrer Flächen ausnutzen. Diese Bezuschussung wird sich weiter ändern. Auch Landwirte müssen sich hier dem Wettbewerb stellen. Die Guten tun das gerne. Die Anderen werden ihre Flächen dann freigeben.
![]()
IG Methangas-Anlage: Keine Arbeitsplatz-Sicherung: Im Gegenteil - Es werden mittelfristig bis langfristig Arbeitsplätze in der Landwirtschaft sowie in der weiterverarbetenden Industrie entfallen.
Biomasseliefergesellschaft: Diese Aussage ist eine reine Behauptung, die nicht sinnvoll belegt werden kann. Auch hier gilt der Satz, die Anlage ist viel zu klein, um hier nennenswerte Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt zu haben.
![]()
IG Methangas-Anlage: Zukunftsaussichten: Unsere Region lebt von einer Produkt- und Branchenvielfalt im Bereich der Landwirtschaft (- Vieh-/Milchwirtschaft - Winzer - Obstbau/Brennereien - Ackerbau - Selbstvermarkter - Wald/Forstwirtschaft - Fremdenverkehr. All diese Bereiche und Strukturen sind über Jahrhunderte entstanden. Brauchen und wollen wir einen solch radikalen Umbruch? Haben wir ohne Methangas keine Zukunft?
Biomasseliefergesellschaft: Wo soll hier ein radikaler Umbruch stattfinden? Der Blick zurück zeigt, dass wir heute keine Strukturen haben, die noch im Ansatz denen vor fünfzig oder gar vor 30 Jahren, nicht einmal wie vor zwanzig Jahren entsprechen. In der EU-Agrarpolitik stehen weitreichende Änderungen in der Gesetzgebung und in der Bezuschussung der Landwirtschaft an, die in ihren Konsequenzen die möglichen Auswirkungen einer Biogasanlage um ein Vielfaches übersteigen werden. Genannt seien hier nur die Beispiele Milchquote, Weinanbaustopp, Auslaufen des Branntweinmonopols, Auslauf MEKA usw. Allein die Beseitigung der Genehmigungspflicht für Christbaumkulturen wird schon weitreichende Änderungen für die Landschaft mit sich bringen. Produktion von Biomasse könnte hier eine Alternative sein. Was wir heute haben und Zukunftsaussichten hat, ist mitnichten über Jahrhunderte entstanden und hat mit Tradition wenig zu tun. Der Fremdenverkehr hängt sicher nicht von einer Biogasanlage ab, die 10.000 to Biomasse aus dem Vorderen Kinzigtal pro Jahr verbraucht. Dies wird keinem Tourist auffallen. Alle anderen Behauptungen sind Polemik. Moderne und existenzfähige landwirtschaftliche Betriebe haben sich längst den geltenden Bedingungen angepasst und nutzen ihre Potenziale. Dies wird Daueraufgabe sein. Bioenergie wird ein solches wichtiges Potenzial sein, ob Biomasse vom Acker, Energiewälder oder Nutzung von biogenen Reststoffen. Wir leben in der Region der Welt, mit den besten Wachstumsbedingungen für Biomasse in jeder Form. Dieses Potenzial ist bei weitem nicht genutzt und wird für alle modernen Landwirte ein wichtiges Standbein werden.
![]()
Mail 4: Leider konnten wir den Termin am 10.02.2011 nicht wahrnehmen. Letztlich haben wir also nur die schön gestalteten Pro-Präsentationen mit eher geringem Anteil von Problematisierung. Gibt es auch eine umfassendere Gegenmeinung oder ist das Projekt einfach so positiv?
![]()
Mail 4, Frage 6: Lässt sich Gengenbach, weit vor seinen eigenen Toren, wiederum zum Nachteil von Reichenbach aufgrund schöner Versprechungen, Hochglanzprospekte und - wie überprüfter? - Berechnungen eines Betreibers auf ein Abenteuer ein wie weiland vor 14 Jahren im Zusammenhang mit der Fernwärme für die "Steingasse II" in Reichenbach? Auch diese Anlage war - wie sicherlich auch die Biogasanlage - ein ökologisch interessanter Ansatz, dessen Umsetzung die Betroffenen allerdings mit Kosten und Dysfunktionen bis heute belastet. Immerhin einen Unterschied gibt es: Powerfarm will Gewerbesteuer bringen ...
![]()
Mail 4: Um nicht falsch verstanden zu werden: Unsere ökologische Grundhaltung ist intensiver, als die vorstehenden Zeilen es vielleicht vermuten lassen. Gleichwohl besteht die Besorgnis, dass hier wiederum unter ökologischen Aspekten ein gewinnorientiertes privatwirtschaftliches Unternehmen der Stadt Gengenbach ein Prestigeobjekt "verkauft", was sich jedenfalls für die Betroffenen als "Flop" erweist.
![]()
Mail 7: Die von mir am 10.02. in der Diskussion kurz angesprochenen zu erwartenden Kürzungen der Einspeisevergütungen für BIO-Gas bzw. -Strom kommen offensichtlich früher als angenommen. Die Preise für Getreide und Mais zur Ernährung liegen bei den Getreidebörsen nach wie vor doppelt so hoch wie vor 5 Jahren. Wenn die bei der Veranstaltung eingesammelten Fragen im Internet stehen, reagiere ich. Nach wie vor bin ich zu den o. g. Planungen sehr skeptisch eingestellt - siehe auch den Leserbrief des LW Breig, Berghaupten, im heutigen Gengenbachteil des OT.