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Blick Kriegerdenkmal über Gengenbach
Blick Kriegerdenkmal über Gengenbach

Tiefbrunnenpumpe am Wasserwerk Bollach ausgetauscht

Aus vier Brunnen wird im Wasserwerk Bollach Trinkwasser gefördert. Die Pumpen mit verschiedenen Leistungen fördern das Trinkwasser aus bis zu 12 Meter tiefen Brunnen. Das Grundwasser hat bei der Entnahme eine Temperatur von ca. 8 Grad im Winter bis 14 Grad im Sommer. Im Grundwasserbereich werden speziell für die Trinkwasserversorgung konstruierte Unterwassermotorpumpen eingesetzt. Die Kühlung dieser Pumpen erfolgt durch das Rohwasser und nicht wie üblich durch Öl.

Bis zu 65 Liter Grundwasser in der Sekunde darf nach dem Wasserrecht von den Stadtwerken Gengenbach aus dem Wasserschutzgebiet Bollach entnommen werden, das entspricht 234m³ in der Stunde. Die leistungsfähigsten Pumpen können bis zu 90 m³ Wasser in der Stunde fördern

Eine der dafür notwendigen Pumpen wurde bei Instandsetzungsarbeiten ersetzt. Mit Hilfe eines Kranes konnte die Pumpe, die an der 12 Meter langen Steilleitung befestigt ist, entfernt und ausgetauscht werden.

Nach der Förderung des Grundwassers durchläuft das Rohwasser eine Teilaufbereitung im Wasserwerk. Das sehr weiche Rohwasser wird im ersten Schritt mit Hilfe von drei Filtern, die mit Juragranulat gefüllt sind, aufbereitet. Im zweiten Schritt wird mit einer Aquadoisil-Anlage im Hochbehälter Ziegelwald, das ist einer Entsäuerungsanlage, das restliche CO² ausgetrieben.

Danach hat das Trinkwasser die optimale Qualität. Zur Sicherstellung der einwandfreien mikrobiologischen Beschaffenheit wird das Trinkwasser zusätzlich durch eine UV-Anlage geleitet.

Um den konstanten Druck zu gewährleisten und den Bedarf in Spitzenzeiten des Wasserverbrauchs zu decken wird das Trinkwasser in drei Hochbehältern gespeichert. Ein Behälter befindet sich im Ziegelwald, einer auf dem Nollenköpfle und der dritte in Bergach. Insgesamt stehen so konstant ca. 2.800.000 l Trinkwasser zu Verfügung.

Bei den Stadtwerken Gengenbach sorgt Martin Schuler, Staatlich geprüfter Wassermeister, dafür, dass die Bürgerinnen und Bürger mit Trinkwasser versorgt werden. In Gengenbach werden im Durchschnitt 1.600 m³ am Tag benötigt, das sind 1.600.000 Liter Trinkwasser. In den Sommermonaten kann der Tagesbedarf bis auf 2.500 m³ steigen. Die höchste Stundenleistung lag bisher bei 230 m³ Abnahme. Im Jahr liegt  der Verbrauch bei rund 500.000 m³.

Das Wasserwerk Bollach wurde 1964 errichtet und 1996 saniert. Die Wasserqualität der öffentlichen Trinkwasserversorgung der Stadt Gengenbach wird mit ca. 30 Wasserproben pro Jahr, in Abstimmung mit dem Landratsamt Ortenaukreis als Aufsichtsbehörde, überwacht.

Eine sichere Trinkwasserversorgung mit hohem technischem Standard ist die Kernaufgabe der Mitarbeiter der Betriebsstelle Gas- Wasser- und Wärmeversorgung. Sämtliche Anlagen können mittels Fernwartung angesteuert werden. Dafür besteht ein eigenes Datennetz der Stadtwerke zur Verfügung, das vor Fremdangriffen schützt. Alle versorgungsrelevanten Pumpen, Schieber und Ventile lassen sich über die Fernwartung steuern. Das komplette Gengenbacher Versorgungsnetz ist in 14 Druck– und Messzonen aufgeteilt. Somit können die Mitarbeiter jederzeit die Wasserabgabe und den Versorgungsdruck überwachen. Bei  einer Störung werden die Mitarbeiter der Betriebsstelle über die Fernwartung automatisch alarmiert und können schnell reagieren.

Die Stadtwerke Gengenbach garantieren mit ihrem Einsatz täglich frisches Trinkwasser ohne Zusätze zu einem Preis von 0,233 Cent/Liter frei Haus. Aktuellen Werte der Wasseranalysen wie Härtegrad oder pH-Wert des Gengenbacher Trinkwassers finden Sie auf der Unterseite Trinkwasser.