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Blick Kriegerdenkmal über Gengenbach
Blick Kriegerdenkmal über Gengenbach

In der Ausbildung mit Spaß dabei

Die Stadtwerke bieten jungen Menschen Ausbildungsplätze als Elektroniker und Fachkraft für Wasserversorgungstechnik an – Freude am Beruf inklusive.

Insgesamt rund 370.000 junge Menschen haben im Jahr 2019 eine Ausbildung im Handwerk absolviert. Die Auswahl ist groß: 130 unterschiedliche Berufe verzeichnet die Statistik für Deutschland. Wer seine Zukunft nicht auf einem Bürostuhl sieht, dem bieten sich also vielfältige Möglichkeiten. Als Ausbildungsbetrieb haben die Stadtwerke Gengenbach einen sehr guten Ruf in der Region. Dennoch fehlen, wie in etlichen Unternehmen, häufig geeignete Bewerber.

„Es ist schwierig, Azubis für das Handwerk zu gewinnen“, weiß Tom Gißler. Der Leiter Technische Dienste Strom setzt deshalb auf persönliche Kontakte und die direkte Ansprache – beispielsweise auf Jobmessen oder schulischen Berufsinfo-Veranstaltungen. „Durch das Gespräch gelingt es am besten, das Interesse für den Beruf des Elektronikers für Betriebstechnik zu wecken. Wir bieten regelmäßig auch Praktikumsplätze an, damit Schulabgänger bei uns reinschnuppern können“, sagt Gißler. So lernen sie gleich das angenehme Arbeitsklima kennen, das bei den Stadtwerken herrscht – auch wenn es manchmal viel zu tun gibt.

Bei der Nachwuchssuche stehen die Stadtwerke in Konkurrenz unter anderem zur Industrie. „Wir haben den Vorteil, dass unsere Mitarbeiter abwechslungsreiche Aufgaben mit großer Eigenverantwortung übernehmen“, unterstreicht Gißler. Im kleinen Team der Technischen Dienste Strom sind die Elektroniker sozusagen Alleskönner. Flexibilität ist dabei besonders wichtig: von Arbeiten an Trafostationen mit 20.000 Volt über den Einbau von Mess- und Steuerungstechnik, die Reparatur von Straßenlampen bis zur Elektromobilität. Und dann sind da noch die spontanen Notdiensteinsätze bei einer Störung. Gißler: „Man weiß morgens nie, was einen den Tag über erwartet.“

Das kann auch Wassermeister Martin Schuler bestätigen. „Sein“ erster Auszubildender beendet in diesem Sommer die Lehre, aktuell suchen die Stadtwerke einen neuen Azubi als Fachkraft für Wasserversorgungstechnik. „Unser Beruf ist interessant, manchmal auch ein bisschen anstrengend. Aber aufgrund unserer Betriebsgröße auch außerordentlich vielseitig“, sagt Schuler. Das Aufgabengebiet reicht von der Wasserförderung über Wasserschutzgebiete, Tiefbrunnen, Pumpwerke, Wasseraufbereitungsanlagen, Wasserspeicher, Leitungsnetz mit Hausanschlüssen bis zum Einbau der Wasserzähler. Der Bereich Elektrotechnik nimmt zudem einen immer breiteren Raum ein. Deshalb sind die Azubis nach der Lehre auch ausgebildete Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten.

Idealerweise sollten Azubis in der Region wohnen – das ist wichtig für den späteren Bereitschaftsdienst. Bei diesem decken sie dann alle Sparten der Stadtwerke ab: Strom, Gas, Wasser und Wärme. „Und im Bereich Wasser sollten sie abenteuerlustig sein“, schmunzelt Schuler. Will heißen: Die Berufsschule ist in Stuttgart, dort wohnen die Jugendlichen während des Blockunterrichts auch. „Das ist für manchen eine gute Erfahrung, um selbstständiger zu werden.“

Bei den Stadtwerken sind Auszubildende keine preiswerten Arbeitskräfte. Sie sollen im Rahmen ihrer Möglichkeiten selber Verantwortung übernehmen, eigenständig Projekte umsetzen. Und sie sollen immer ihre Meinung sagen, wenn sie beispielsweise Verbesserungsvorschläge einbringen möchten. „Auch wenn wir viele langjährige Mitarbeiter haben – die Aussage das haben wir schon immer so gemacht gibt es bei uns nicht“, betont Tom Gißler.