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Neue Heizzentralen - Leistungsstark und ressourcenschonend

Mit einer neuen Heizzentrale im Martha-Schanzenbach-Gymnasium gehen die Stadtwerke Gengenbach innovative Wege. Ein modernes Blockheizkraftwerk versorgt das gesamte Gelände inklusive den Campus der Hochschule Offenburg mit Wärme. Demnächst wird auch die Heizzentrale im historischen Rathaus erneuert.

Die neue Heizzentrale des Schulzentrums ist seit November 2017 in Betrieb. Sie besteht aus einem Blockheizkraftwerk (elektrische Leistung: 50 kW, thermische Leistung: 100 kW) und einem Gasbrennwertkessel (Leistung: 895 kW) für den Spitzenlastbetrieb.

. Über die Hälfte der übers Jahr benötigten Wärme wird vom Blockheizkraftwerk erzeugt, der Gaskessel dient nur zur Abdeckung der Verbrauchsspitzen. Diese neue Anlage ersetzt zwei veraltete Gaskessel. Durch die gekoppelte Erzeugung von Wärme und Strom im Blockheizkraftwerk werden gegenüber der getrennten Erzeugung pro Jahr ca. 50 Tonnen CO2 (32%) eingespart. Die Gesamtinvestition für die neue Heizzentrale liegt bei rund 440.000 Euro netto.

Zur Heizzentrale gehören zwei Pufferspeicher mit insgesamt 12.000 l Inhalt. Durch das Zwischenspeichern des erhitzten Wassers in diesen Pufferspeichern werden Verbrauchsschwankungen aufgefangen, was sich wiederum positiv auf die die Betriebszeiten des Blockheizkraftwerks und des Heizkessels auswirken. Durch die Pufferspeicher schalten sowohl das Blockheizkraftwerk, als auch der Gaskessel seltener und sind länger am Stück in Betrieb. Dies reduziert zum einen den Verschleiß und zum andern werden die Verluste verringert. Die Heizanlage wurde in Einzelteilen in den Keller gebracht und dort zusammengebaut. Auch die beiden Speicher wurden zerlegt und im Keller von einer Spezialfirma wieder zusammengeschweißt. „Das war günstiger, als das Mauerwerk aufzubrechen“, erläutert Eberhard Wieber, Leiter Netze und zuständig für den Bereich Wärmeservice bei den Stadtwerken.

Im Zuge der Errichtung der neuen Heizzentrale wurde auch die Heizungsverteilung überarbeitet und erneuert. So kommen nun für den Transport des Heizwassers moderne, drehzahlgeregelte und energieeffiziente Umwälzpumpen zum Einsatz. Weiter wird die Heizzentrale mit einer übergeordneten Steuerung ausgerüstet. Dies ermöglicht einen an die Anforderungen optimal angepassten Betrieb und die Heizzentrale kann dadurch aus der Ferne überwacht und gesteuert werden.

Die Wärmeversorgung des gesamten Areals mit Schulzentrum, Mensa, Sporthallen und Campus der Hochschule Offenburg erfolgt über Nahwärmeleitungen mit einer Trassenlänge von ca. 250 Meter. Die Dimension für die neue Heizzentrale im Rathaus ist ähnlich wie die im Schulzentrum. Die voraussichtliche Investitionssumme hier beträgt rund 444.000 Euro. Projektiert wurden beide Anlagen von den Stadtwerken in Zusammenarbeit mit einem externen Planungsbüro. „Der Baubeginn wird im Sommer sein, damit wir im nächsten Winter mit neuer Heizung fahren können.“

„Beide Anlagen mussten nach den gesetzlichen Anforderungen ersetzt werden. Die Kraft-Wärme-Koppelung war die wirtschaftlich interessanteste Lösung“, berichtet Eberhard Wieber. Die Stadtwerke verfügen im Bereich Wärmeservice über viel Erfahrung, denn es wurden bereits mehrere Anlagen für Auftraggeber geplant und erstellt.